Simultane Labor- und Produktionsplanung

Motivation

Laborleiter äußern oft die folgenden Wünschen nach Verbesserungen beim Einsatz des Produktes SAP ERP/QM:

  • Zeige die zukünftige Belastung der Labore aufgrund der zu erwartenden Produktion, wie sie nach den Ergebnissen des MRP Laufs aktuell prognostiziert ist.
  • Stütze die Zuweisung von Personal zu den einzelnen Prüflosen.
  • Glätte die Auslastung von Personal und Geräten durch zeitliches Verschieben und Zusammenfassen von Prüflosen sowie durch Veränderung des Kapazitätsangebotes und/oder Laborverlagerung.
  • Alarmiere bei Defekten, die sich aus dem Zusammenhang zwischen Produktion und Labor ergeben (Produktionsplanänderungen, unfreies Verpacken, …).
  • Stelle eine Kommunikationsplattform mit der Produktionsplanung bereit, um zu vermeiden, dass fehlende Prüfungen zu Produktionsverzögerungen führen.

Der letzte Wunsch stimmt auch mit den Wünschen der Produktionsplaner und Supply Chain Manager überein, die sich bei der Nutzung von SAP ERP PP und PP-PI ebenfalls eine Kommunikationsplattform wünschen. Weiter beklagen Supply Chain Managern oft das „schwarze Loch“ Labor in der logistischen Kette, das sie über Standarddurchlaufzeiten abbilden müssen, ohne zu wissen, ob zu viel oder wenig Kapazität im Labor verfügbar ist. Daraus leitet sich der Wunsch ab, die Durchlaufzeit der logistischen Kette nicht nur in der Produktion, sondern auch im Labor beeinflussen zu können.

Weshalb gibt es bisher wenig Computerstützungen für eine Verbindung von Labor- und Produktionsplanung?

Man ist aufgrund der Wichtigkeit der Qualitätssicherung oft geneigt, Labore etwas größer auszulegen, so dass mit ausreichend Kapazität Auslastungsspitzen abgefangen werden können. Planung wird aber erst dann interessant, wenn man hart an den Kapazitätsangebotsgrenzen agieren muss. In diesem Sinn ist der ROI bei solchen Projekten nicht einfach zu ermitteln.

Weiter benötigt man für die Gewinnung eines Überblicks und der Planung des künftig zu erwartenden Prüflosanfall s ein Advanced Planning and Scheduling System und die Möglichkeit im Zusammenwirken mit dem MRP „simulierte Prüflose“ zu erzeugen.

Lösungsmöglichkeit

ORSOFT LabScheduling ermöglicht die schnelle Einführung einer Lösung, mit der man schrittweise eine simultane Labor- und Produktionsplanung auf Basis der Daten aus SAP ERP/QM, bzw. SAP S/4HANA einführen kann.

Hierzu liest das Add-On ORSOFT LabScheduling die SAP ERP und SAP S/4HANA Objekte aus den Modulen PP, PP-PI und QM aus, die für die Lösung von Labor- und Produktionsplanungsaufgaben benötigt werden. Dazu gehören insbesondere Materialstamm, Ressourcen und Prüfpläne als Stammdaten sowie Planaufträge, Bestellanforderungen, Bestellungen, Prozessaufträge, Prüflose als Bewegungsdaten.

Diese Objekte werden im RAM eines Servers verknüpft und in Hilfsstrukturen abgelegt. Darauf aufbauend kann man Listen und Planungsmappen generieren und darstellen. Besonders interessant sind Planungsmappen.

Ohne weitere Stammdatenpflege, nur durch Aufspielen der Software ORSOFT LabScheduling erhält man dann einen Überblick über Zahl und Art der Prüflose und kann durch „scharfes Hinschauen“ den Kapazitätsbedarf erkennen. Ergänzend zur Darstellung der aktuellen Situation im Kurzfristbereich auf Basis der Prüflose des SAP QM werden hierzu im System simulierte Prüflose angelegt. Diese simulieren zukünftige Prüflose des SAP und sind damit dazu geeignet, den Übersichtsbereich erheblich zu erweitern.

Bedienoberfläche zur Laborplanung
Bedienoberfläche zur Laborplanung

Ist eine detailliertere Übersicht gewünscht, so können Zeiten für einzelne Prüfungen im Prüfplan vermerkt und von der Software entsprechend ausgewertet werden. Im Bild sieht man hierzu im mittleren Layoutfenster eine Planungsmappe in der die Personalauslastung angegeben wird. In der ersten Zeile dieser Planungsmappe sind die Auslastungsprozente angegeben. Es folgen Kapazitätsangebot, kumulierte Überlast usw. Diese Planungsmappe kann in alternative Diskretisierungsmodi umgeschaltet werden. Insbesondere kann man aus Zellen heraus, in Listen springen (wie sie z.B. im oberen Layoutbereich im Bild sichtbar sind), die die Objekte zeigen, die die Zelle bestimmen. In diesen Listen kann man Zeiten und Personalzuweisungen editieren.

In Planungsmappen und Listen können Objekte aus verschiedenen Laboren und SAP Werken zusammengeführt werden

Basis der Kommunikation zwischen Labor- und Produktionsplaner sind die SAP ERP Objekte aus PP oder PP-PI und QM. Diese Objekte werden in ORSOFT LabScheduling, das sowohl von Produktionsplanern als auch von Laborplanern genutzt werden kann und als Add-On zu SAP ERP oder SAP S/4HANA konfiguriert ist, zusammengeführt und verlinkt.

In ORSOFT LabScheduling kann man die Objekte aus beiden Modulen virtuell verknüpfen und dem jeweils anderen Planer zur Verfügung stellen.

Stand der Technik ist es, dass ein SCM Manager die logistische Kette unter der Annahme fester Labordurchlaufzeiten plant. Dabei plant er unabhängig davon, ob Labore überlastet sind oder nicht.

Mit ORSOFT LabScheduling wird es möglich, dass ein Planer die gesamte logistische Kette für eilige Aufträge plant.

Sie möchten weitere Informationen zu ORSOFT LabScheduling oder wünschen eine Vorführung der Software? Nutzen Sie gern die Möglichkeit, auf dieser Seite weitere Informationen anzufordern.